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GESCHICHTE

STALIN wird 1981 von Ingo Pompe (Gitarre) und Tommy Mayer-Stalin (Gesang, Gitarre) gegründet. In einer Zeit, die von Hippie-Musik geprägt ist, beschließen die beiden Schwermetall-Rock mit deutschen Texten zu machen. Geprägt von Bands wie AC/DC und Motörhead werden provokative Texte mit harter Musik präsentiert. In Michael „Boddle der Bomber“ Schellberg (Schlagzeug) und Helme Miedl (Bass) werden rasch kompetente Mitstreiter gefunden.

Der Name STALIN entsteht aus mehreren Überlegungen: man muss die Eltern provozieren um die Jugend zu begeistern, der Name soll direkt auf die Musikrichtung hinweisen (STALIN heißt übersetzt „der Stählerne“) und er muss mit S beginnen, denn zu Zeiten von Vinylschallplatten ist das S-Regal das umfangreichste. Damit steigen die Erfolgschancen.
Nach kurzer Probenzeit folgen 1981 mehrere Auftritte. Das Echo ist immens. In Leserbriefen in der Lokalpresse werden sowohl Name, als auch Bühnenpräsenz kontrovers diskutiert. Beste Reklame!
1982 folgt, nach einigen Demoaufnahmen im Studio, der erste Plattenvertrag. Der Vertex-Verlag garantiert 3 LPs.
1983 entsteht die erste LP „Friss oder stirb“. Nach einer einzigen Rundfunkpräsentation der Stücke „Brigitte“ und „Alkohol“ wird die LP auf den Index für jugendgefährdende Schriften gesetzt und ist nur noch unter dem Ladentisch, gegen Vorlage des Personalausweises, zu kaufen.

Skandalumwitterte Auftritte mit Stripeinlagen, dem öffentlichen Genuss des selbstkreierten harten Cocktails „STALIN spezial“ und dem Verzehr von rohem Fleisch gießen Öl ins Feuer der Kritiker. Die Anhängeschar wächst.
1984 verlässt Ingo Pompe die Gruppe, weil von Seiten des Verlages das Konzept geändert werden soll. Englische Texte werden gefordert. Auch Mayer-Stalin ist dagegen, bleibt aber zähneknirschend. Ingo Rose nimmt Pompes Platz ein.
1985 ist „Friss oder Stirb“ ausverkauft und das neue Album „Crazee Nites“ wird eingespielt.

Eine Vielzahl von Auftritten, geordnet von Mitgliedern des Motorradclubs „Unforgiven Fate“, in ganz Süddeutschland folgt.
Höhepunkt ist das Konzert im Stuttgarter „Maxim“, zu dem STALIN-Anhänger aus allen Richtungen in Reisebussen anreisen.
Trotz 40 Grad Fieber steht Mayer-Stalin den Auftritt durch. Die Legende wird geschrieben und von den Gruppenmitgliedern gelebt.






„Crazee Nites“ erscheint und wird von Pfiff-Records vertrieben. Das neue Konzept mit englischen Texten zielt auf internationalen Erfolg, wird aber von der Gefolgschaft nicht in vollem Maße angenommen. Auch die Tatsache, dass mit Andy Kröner ein neuer Sänger und mit Richie Rieger ein Keyboarder dazu stoßen, trifft auf Unverständnis. Dennoch feiert STALIN Erfolge vor großem Publikum. Die ersten Videoclips erscheinen.
1986 meldet der Vertex-Verlag Konkurs an. Es kommt nicht mehr zur 3. LP. Die Masterbänder der beiden Platten verschwinden. Kurz darauf löst sich STALIN auf. Soloprojekte und weitere Bands folgen. Aber der Mythos lebt weiter.
In den Neunzigern stirbt Richie Rieger und die Masterbänder der ersten LPs sind für immer verloren. Auch andere Verluste schmerzen. Der langjährige Roadie „UFO“ sowie die Freunde „Eisenhaufen“ und „Franz Martinek“ haben schon früher unseren Planeten verlassen.
2003 beschließt Sänger und Gitarrist Tommy Mayer-Stalin sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einem Solokonzert in Göppingen zu feiern. Spontan spielen die Gründungsmitglieder Michael Schellberg und Ingo Pompe mit. Es werden neue Auftritte verabredet. Michael Fichtner Ist der neue Bassist. Mit ihm hat Mayer-Stalin bereits in der Gruppe „Sixx“ zusammen gespielt und ihn sowohl menschlich, als auch musikalisch zu schätzen gelernt.
STALIN lebt! Weitere Konzerte folgen und es wird klar, dass die Anhängerschaft gewachsen ist. Mittlerweile lassen sich zwei Generationen Fans von den Auftritten begeistern.
2006 geht Tommy Mayer-Stalin auf Solo-Tournee durch Deutschland und Brasilien. Nach einer Studiosession mit der brasilianischen Gruppe „Hall of Insanity“ ist seitdem „Brigitte“ auch am Amazonas zu hören.
2007: STALIN macht sich rar. Es werden nur wenige Konzerte gegeben. Diese aber umso intensiver. Die Presse schreibt Lobeshymnen und auch die treuen Anhänger bestärken die Gruppe darin weiter zu machen. Die Live-Bootlegs „STALIN lebt!“ und „Auf den Schädel“ erscheinen.
Aber alle warten auf eine neue Studio-Platte. 2008 wird diese eingespielt. „Nicht jugendfrei!“ knüpft nahtlos an das STALIN-Urkonzept an, ohne die Entwicklungen in Tontechnik und Virtuosität zu vernachlässigen. Und das wird nicht die letzte CD bleiben.
So weit, so gut!